Tierärztliche Ernährungsberatung

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Wir trauern um

CARA "Lieb & Teuer", das wird sie immer bleiben

Es ist ein Liebesbrief und ein Abschiedsbrief zugleich, ein grosses Danke, an ein Tier, welches uns ausgesucht hat!

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Viele Jahre müssen wir in Gedanken zurückwandern,zu dem Augenblick als  wir uns, mein Mann und ich, geschworen hatten:NIE WIEDER EINEN HUND!  Wir hatten einen Rauhaardackel,Namens Nico! Eine starke  Persönlichkeit,der absolut

Wir lebten damals teilweise in einem Casa im Piemont,dort malte  ich,besser gesagt,wollte oft,- und versuchte dem Terrain ein  einigermassen!-gepflegtes Aussehen zu geben, was mit der Zeit  schwierig wurde, denn es waren 2000Quadratm. ohne die Wälder,  Wiesen ,Nussplantagen.in diese Idylle zog  es uns und wir waren beide  frei,mein Mann und ich und freuten uns nach getaner Arbeit über den  guten Vino.Man sah dort  Hunde,und Katzen und Füchse und Rebhühner und  Wildschweine,wir lernten ein wahres Paradies kennen.Die Tiere kamen  und gingen,wir hatten grossen Freude.Es war im Jahre 1995,als unser  Leben komplett verändert wurde.Plötzlich stand ein  völlig,verhungertes,schwaches Tier in grossem Abstand zu uns,mit einem dicken Bauch und knochendünnen Beinen. Diesen Augenblick werde ich nie  vergessen.Das Tier war so ängstlich,dass es ,als wir es vorsichtig  ansprachen, sofort floh.Ich war darüber traurig, denn wir wollten es  nicht verjagen.Doch am nächsten Tag,stand sie wieder da, immer in  grosser Entfernung.und das ging etliche Tage so,dann brachte ich ihr  Wasser in die Ferne und hartes Brot,etwas Fleisch,was anderes hatte  ich nicht greifbar in unserer Zweisamkeit.Wir sahen, wie sie das ganze  Brot schnappte und weg trug(es fachmännisch eingrub i.die Erde) und  waren erleichtert,- mein Mann ahnte zwar schon, wie das endet,es gab  Diskussionen, den Hund nicht zu füttern,das ging aber in Anbetracht  seines schlechten Zustandes nicht, denn wir waren immer noch nicht  sicher,ob es überhaupt ein Hund war! Eine magere Ziege oder so  ähnlich..Nun, ich fuhr sofort in die nächste Ortschaft zum  Metzger,dessen Kundin ich dann wurde und stets mit einem riesigen  Fleischpaket beschenkt,nach Hause kam.Nach drei Wochen wussten wir es ,Sie ist ein  Seguggio, ein ital.Jagdt- Folgehund. etwa 3 Jahre alt und schwanger, wurde ausgesetzt von  Jägern,vermutete man, sie lebte völlig alleine,,1 Jahr in der Natur,  das stellte dann der Tierarzt fest,anhand der riesigen Vorderläufe  u.Krallen, er klärte mich auch auf, dass ich bis zu 6 Jungen erwarten  darf!!! Ja, so war das!

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3 Wochen später, obwohl wir deutsch sprachen und sie nur  auf ital.  Kommando hörte,kam sie näher,immer näher auf unseren Hof und suchte  sich einen Platz unter den Agaven.Es war Sommer,- aber trotz allem,  unsere Ferienzeit war zu Ende und viele Fragen, wie es nun weiter  gehen sollte kamen auf.Ihr treuer Blick hatte uns betört,ebenso ihre  Haltung,auch unter diesen schweren Umständen.Wir beschlossen,Vieles,-  und wir hatten sie schon soo lieb,obwohl sie sehr ungepfegt war und  nicht näher als 2m Meter kam..Wir fanden liebe Menschen, die sie  regelmässig während unserer Abwesenheit verpflegten.Sie blieb sie und  empfing uns sofort, als wir wieder zurück kamen, ins Piemont,richtig  erleichtert.Sie war dick,bekam dann 6 entzückende kleine Wesen,drei  Hofhunde und 3 Jagdhunde,es war wohl ein Appenzeller- Vater¨Nun waren  wir derart glücklich mit ihr verbunden und  die Kleinen zeigte sie uns  aber erst., als sie schon laufen konnten ,plötzlich stellte sie uns  die süsse Rasselbande vor.Die waren braun und andere  schwarz,entzückend, dass ich hin und her-gerissen war, welchen ich nun  behalten sollte. Sie war eine grossartige Mutter, dazu gäbe es noch  viel zu schreiben, sie brachte den Kleinen alles liebevoll bei ,auch  das jagen.Aber Achtung,da hatte ich nicht die Rechnung mit ihr  gemacht.Als sie merkte,dass wir uns für einen ihrer Lauser  interessierten," sagte sie," ich komme zu Euch! Basta!! Sie folgte uns  förmlich Nach 10Wochen war das Drama komplett,,Cara verjagte die  Kleinen Purzel, so ist das in der Natur,sie müssen dann alleine  durchkommen, nur der Stärkste siegt.Es war sehr schwer mit  zuerleben,wir suchten, gegen alle Vernunft,  bei strömendem Gewitterregen in den Nächten,verzweifelt.Wir hatten einen Stall, dort  waren herrliche Spielzimmer und Matratzen,4 konnten wir wieder  einfangen,da kamen dann auch Nachbarn und nahmen sie und halfen, als  ich sie zum Impfen ect. brachte, ebenso Cara. danach schlich sie in  unser Haus,probierte das weisse Sofa und dachte: ja, da bleibe ich. So 
hatte sie gesiegt und es begann unser aufregendes Leben mit einem  Jagdthund der ein Stubenhund werden sollte,seine Herrchen und Frauchen  4mal pro Tag an die frische Luft führte,aber draussen, sehr ängstlich  und verhaltensgestört war in der neuen Umgebung vom Aargau, wo wir  damals wohnten.Das Gute war, egal wo wir hinkamen,alle Kinder und  Leute waren so positiv und sie dankte es mit ihrer Liebe. So machten  wir Ferien, fuhren kilometer Auto,es gab nichts wo sie nicht dabei   war,-5 Jahre zog sie ihren Schwanz ein, ich dachte oft, ob sie es je 
wieder gewinnt, das Vertrauen zu den Menschen, die sie haben Hungern  lassen, sie schlugen bis sie halb tot war, quälten.
Schön sah sie nun inzwischen aus,eine Bella! Wir mussten sie neu erziehen,da sie selbst  soviel wusste und wir von ihr lernten, das war nicht einfach, bis wir  alles kapierten,denn sie kannte die freie Natur und war urspruenglich  eine Hasenjägerin,wie ein Porsche Turbo war sie, so schnell!Das hielt  uns auf Trab und auch die vielen Telefonate am Anfang, als sie  ausbüchste und die Umgebung erkundete.Wir sassen manchmal wie auf  Nadeln, wenn sie abhaute,verloren die Nerven und ich heulte, dachte  ich am Waldesrand, wo wir wohnten, kommt sie nie zurück,oder wildert..

So vergingen die Jahre, und sie wurde nach 5 Jahren eine  Principessa,zeigte stolz ihren Schwanz und ich musste mich endlich  nicht mehr bei allen Leuten entschuldigen, die dachten,ich schlage den  Hund,Das war oft sehr peinlich.Unsere Söhne wurden erwachsen, und  verliessen das Haus und wir kehrten immer wieder an den Tatort zurück  und schon an der Grenze zu Italien ,merkten wir, wie sie die Luft  schnupperte.Angekommen,sauste sie los, kannte ja alles, aber frass  auch alles, was nicht gut war! der Tierarzt riet uns, sie an eine lange Schnur zu tun.das war oft schwierig, aber sie akzeptierte  es, ,wo sie immer noch gerne mal "fremd ging, blieb keine andere Lösung.Wir haben sie nur 1mal in den Ferien weggebracht und nie mehr, was zur  Folge hatte, dass wir nur noch in Luxushotels wohnten, da andere oft  keine Tiere erlaubten, das gefiel ihr, und sie wusste sich zu  Benehmen,Sie ging immer stets durch die Eingangshalle und dann zur  Bar.Alle Leute sagten :ach,lassen sie nur, so ein schöner u. lieber  Hund"und so blieb es bis Heute,wo wir Ital.sprachig wohnen, sie und  wir 2 sprachig wurden.Sie war niemals krank ,wurde gesund  ernährt,hatte viel Bewegung und frass dieszipliniert,allerdings mit  Ausnahmen,wie bei Lachs,sie liebt Fisch! ...und behielt auch ihren  eigenen Willen. Nun in den letzten Jahren dachten wir immer, sie fängt  noch an zu reden,und nimmt am Tisch Platz.Und somit sind wir wirklich  total auf den Hund gekommen....haben selber etliche Marotten abgelegt  und neue geerntet!  Sie und auch wir haben viel gelernt.

Nun schliesst sich der Kreis, sie ist mit 18Jahren aussergewöhlich  alt  geworden,und ihre gute Seele und ihre treuen Augen werden uns  immer begleiten,  wir wünschen für sie ein würdiges Ende,wir werden  alles dafür tun.
.Herrchen und Frauchen und alle Kinder- Enkelkinder,die sie so lieben  und immer grosszügig zu ihr waren.

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