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... Optimale Fütterung - die beste Krankheitsprophylaxe

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Pferdefütterung bei Hufrehe, Cushing, PSSM & EMS

Überreichliches Futter ist zweifellos gut gemeint, wirkt sich aber auf die Gesundheit des Pferdes eher schlecht aus. Dicke Reittiere latschen lustlos durch die Halle, trotten träge durchs Gelände. Anfällig für Krankheiten sind sie auch. Gründe genug, sein Pferd durch gesunde Kost schlank und fit zu halten.

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Um mit Verstand zu füttern, muss man die Arbeitsleistung seines Pferdes einschätzen können. Das Tagespensum, leicht oder schwer, bestimmt, wieviel Kilo Heu und Kraftfutter auf dem Speiseplan stehen. Meist überschätzen die Reiter die Leistung Ihres Pferdes. Dadurch ist eine Gewichtszunahme vorprogrammiert.

Zu dicke Ponys, die den ganzen Tag auf einer fetten Weide stehen oder insgesamt zu viel Futter erhalten, neigen sehr schnell zu Hufrehe. Diese Erkrankung ist nicht reversibel und das Pony wird sein Leben lang damit zu tun haben, wenn es den Reheschub auch überlebt.

Für Reiter und Pferd eine kostspielige, langwierige und schmerzhafte Angelegenheit.

Es ist erschreckend wenig was ein Pony, welches nur leicht und mal ab und zu bewegt wird, wirklich an Kalorien braucht. Hier ist eine genaue Berechnung sinnvoll, um Hufrehe oder Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder Cushing zu vermeiden.

Jedes überflüssige Kilo macht die Pferde auch behäbiger und weniger leistungsbereit. Es verursacht vermehrtes Schwitzen, belastet die Beine und geht auf die Gelenke. Auch das Herz muss verstärkt arbeiten.

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PSSM (Polysaccaride Storage Myopathy) ist auf eine Störung des Kohlenhydrat- Stoffwechsels zurückzuführen. Dieser genetisch verankerte Erkrankung wird eine erhöhte Insulinreaktion der Muskelzellen zugeschrieben. Liegt eine gesicherte Diagnose der PSSMErkrankung vor, dann heisst dies lebenslange Diät einhalten.

Dabei sollten gutes Heu, wenig lösliche Kohlenhydrate, Öl und eine bedarfsgerechte Mineralienmischung zur Unterstützung des Pferdes im Ernährungsplan vorherrschen.

Das Metabolische Syndrom (EMS) entsteht bei erblich bedingter Leichtfuttrigkeit und Bewegungsmangel. Es ist sozusagen eine Wohlstandserkrankung. Es entstehen Fettdepots, diese wirken sich negativ auf aktive Hormone wie das Cortisol aus, die Hufrehe auslösen können.

Diese durch ursprünglich zu viele Fettzellen hervorgerufene, hormonelle Fehlsteuerung wird auch für Fruchtbarkeitsstörungen und orthopädische Entwicklungsstörungen von wachsenden Jungpferden verantwortlich gemacht.

Ein langsamer Fettdepotabbau, eine strikte Kontrolle der Zufuhr an Energie, Stärke und Zucker bei gut bemessender Versorgung mit Mineral- und Vitalstoffen sowie konsequente tägliche Bewegung sind Maßnahmen, um die Folgerisiken der EMS-Erkrankung möglichst gering zu halten.

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Eine weitere, durch zu gut gemeintes Füttern hervorgerufene, Erkrankung ist die Insulin- Resistenz. Auch das Hormon Resistin wird durch die Fettdepots vermehrt gebildet, welches den Insulinspiegel erhöht. Dies löst wiederum Hunger aus. Es kann ohne therapeutische und ernährungsphysiologische Gegensteuerung auf lange Sicht zu einer Insulin-Resistenz kommen. Diese Insulinresistenz kann zu Abmagerung, starkem Leistungsabfall und auch, wie das Hormon Cortisol, Hufrehe auslösen.

 

Fallbeispiele von Patienten, die sich in unserer Praxis beraten liessen können Sie hier nachlesen.

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