Wenig Bewegung und Überfütterung führt zu Übergewicht. Sehr bedenklich ist, dass sich durch diese Überfütterung seit einigen Jahren eine Erkrankung des Zuckerstoffwechsels entwickelt hat, die eine klassische Wohlstanderkrankung darstellt und beim Menschen seit langem verbreitet ist (Diabetes). Durch eine falsche Fütterung, die Übergewicht verursacht, kann sich somit beim Pferd das Equine Metabolische Syndrom (EMS) entwickeln.

Bei dieser Stoffwechselerkrankung wird das Fettgewebe (vereinfacht dargestellt) hormonell aktiv. Es produziert Hormone, die den Blutzuckerspiegel negativ beeinflussen und zur Insulinresistenz führen. Und dadurch kann dann letztendlich eine Hufrehe ausgelöst werden. Hormonell aktives Depotfett findet man am Mähnenkamm, an der Schulter, im Bereich der Kruppe sowie bei der Stute vor dem Euter und bei Wallachen und Hengsten vor dem Schlauch. Mangelnde Bewegung und Überfütterung führt zur Insulinresistenz (IR).

Durch Bewegung und eine angepasste Fütterung können Pferde der Insulinresistenz entkommen. Deshalb muss stets auf eine angepasste Fütterung geachtet werden. Denn die Insulinresistenz ist ein langsam schleichender Prozess, der über Jahre entsteht. Ist bei einem Pferd das EMS erst einmal ausgebrochen, so ist die immer wiederkehrende Rehe nur noch durch ein spezielles stärke- und zuckerreduziertes Fütterungsmanagement einzudämmen. Eine Therapie, außer einer speziellen Diät, gibt es bis heute nicht.

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