Ein neues Futter, schlechte Durchblutung oder Parasiten - schon ist das Gleichgewicht im Magen-Darm-Trakt durcheinander und eine gefährliche Kolik droht.

Das Verdauungssystem des Pferdes ist hochsensibel, doch kann der Pferdehalter mit richtiger Fütterung und Haltung viel dazu beitragen, dass es gesund bleibt.

Auch nach einer Kolikbehandlung oder einer Operation muss ganz genau bedacht werden, wie man in Zukunft verfahren muss, um ein Rezidiv zu verhindern.

Kotwasser, Colitis X und Durchfall - ein immerwährendes Problem in der Pferdehaltung.

Oft tritt Kotwasser im Winter auf, wenn die Pferde eingestallt werden, durch Stress oder durch Bakteriengifte (Endotoxine). Antibiotika, die in den Darm ausgeschieden werden und dort die Darmflora zerstören oder z.B. das Wachstum von bestimmten schädlichen Bakterien wie Clostridien fördern und Gifte freisetzen, können eine Colitis auslösen.

Stress kann durch physische oder psychische Ursachen entstanden sein. Das können Schmerzen bei einer Kolik, Operationen, abrupte Futterumstellung oder Hungern, Transport, Stallwechsel oder Parasitenbefall (zumeist mit Strongyliden) sein. Auch nichtsteroidale Entzündungshemmer gelten als Risikofaktoren.

Durch eine Ernährungsumstellung und eine Reduktion von Stress und einer Darmsanierung sollte es zu einer Stabilisierung des Immunsystems und einer Entlastung des Magen-Darm- Traktes kommen.

www.pixelquelle.de von Angelika Lutz

Magenprobleme, wie eine anfängliche Magenentzündung oder eine Bildung von Magengeschwüren können durch falsches Futter oder Stress hervorgerufen worden sein.

Oft wird diese Erkrankung bei Rennpferden und Hochleistungspferden festgestellt, aber auch bei Turnier- und Distanzpferden liegt die Erkrankungsrate bei über 60 %. Die hohe Rate ist jedoch neben dem Stress vor allem auf energiereiche Fütterung zurückzuführen. Zudem ist die Zeit des Nichtkauens bei diesen Pferden oft viel höher als es nötig wäre.

Die Magensäure bildet sich trotzdem und die der Magen verdaut sich selbst, bzw. verätzt seine eigene Schleimhaut.

Allein die Umstellung auf eine artgerechte Fütterung der notwendigen Heumenge von mindestens 1.5 kg/100 kg Pferd würde das Problem deutlich limitieren.

Aber auch Freizeitpferde können unentdeckte Magenprobleme haben. Allein der Transport im Hänger oder die Unterbringung in einem anderen Stall für einen Lehrgang oder ein Turnier kann 8 von 10 Mägen reizen.

Auffallend sind Zähneknirschen, stumpfes Fell und schlechter Appetit. Aber oft fallen die Pferde auf, da sie tendenziell zu dünn sind oder zu Koliken neigen. Eine Reduktion der Stressfaktoren und eine Veränderung der Fütterung sind neben säureabpuffernden Medikamenten auf lange Sicht absolut notwendig, um das stille Leiden der Tiere zu vermindern.

Eine wichtige Massnahme gegen Magengeschwüre ist die Verlängerung der Fresszeit: Anbei ein paar Infos über Heunetze:

Bei den Heunetzen können die Maschen eigentlich nicht klein genug sein...man muss die Pferde am Anfang nur langsam daran gewöhnen, sonst frustriert man sie und Unfälle wie Hängenbleiben sind vorprogrammiert, da die Pferde versuchen mit den Hufen an das Heu heranzukommen.

Daher erst grosse Maschen wählen und hochhängen, bis das Pferd sich daran gewöhnt hat oder gleich das Netz über einen Ballen spannen, der von einer festen Umrandung geschützt wird.

Später kann man immer kleiner werden mit den Abständen der einzelnen Maschen; somit verlängert sich die Kauzeit und das Pferd nimmt trotzdem nicht zu...und die Gefahr des Magengeschwürs nimmt ab.

Auch das Abwiegen der Heuration wird im  Heunetz erleichert.


  

 



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